Winterfütterung – Kaufhilfe für sichere Versorgung der Bienen über den Winter

Vergleiche, Orientierung und praktische Kaufhilfe rund um die Winterfütterung der Bienen – von klassischem Zuckerwasser über Invertzuckersirup bis zu fertigen Futter-Kanistern für eine zuverlässige Versorgung von August bis Oktober.

Geeignet für: Alle Imker, die ihre Völker im August und September zuverlässig auf den Winter vorbereiten und Verluste minimieren wollen.

Kurz zusammengefasst

  • E
    Pro Volk: 15-20 kg Winterfutter (Zucker oder Sirup) – je nach Beutensystem und Region.
  • E
    Wichtigstes Kriterium: Fütterung rechtzeitig abschließen – bis Mitte September, spätestens Anfang Oktober.
  • E
    Invertzuckersirup (ca. 1,10-1,30 €/kg) ist bequemer als Zuckerwasser – sofort einsetzbar.
  • E
    Größter Fehler: zu spätes Füttern – Bienen können nach Oktober kaum noch Vorräte einlagern.

Invertzuckersirup

Apikand, Apiinvert oder Ambrosia in Kanistern ab 14 kg.

Zuckerwasser

Klassische Lösung 3:2 (3 kg Zucker auf 2 Liter Wasser) – günstig aber arbeitsintensiv.

Apikand

Fester Futterteig als Ergänzung oder für Notfälle.

Futterteig

Weitere feste Futtervarianten.

Frühjahrsfütterung

Reizfütterung und Frühjahrsstart.

Vergleich

Systemvergleich aller Futtersorten.

Worauf sollte man bei der Winterfütterung achten?

Winterfütterung ist zeitkritisch und muss qualitativ stimmen. Wichtig sind Zeitpunkt, Menge, Futterart, Futterstelle, Kontrolle und regionale Anpassung.

Zeitpunkt

Hauptfütterung Ende Juli/August bis Mitte September, Endkontrolle spätestens Anfang Oktober. Nach Oktober: Nachfütterung mit Teig.

Menge

15-20 kg pro Volk in Standardbeuten (DN, Dadant). 5-8 kg in kleinen Systemen (Mini Plus).

Futterart

Sirup (Apikand, Apiinvert, Ambrosia) für große Mengen bequem. Zuckerwasser günstig aber muss selbst gemischt werden.

Futterstelle

Adam-Fütterer, Aufsatz-Fütterer oder Zeelin – integrierte Futterer fassen meist 3-5 Liter pro Gabe.

Kontrolle

Gewicht der Beute prüfen – Ziel: 18-22 kg netto Futtervorrat im Herbst für mittlere Völker.

Regionale Anpassung

Norddeutschland oft mehr Futter (lange Winter), Süddeutschland etwas weniger. Bei 60+ Tagen Schneelage Zusatzreserven.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

Wichtige Kennzahlen zur Winterfütterung im Überblick.

AspektWert
Futtermenge Standardvolk15 bis 20 kg
Futtermenge Mini Plus5 bis 8 kg
Zeitraum HauptfütterungEnde Juli bis Mitte September
Preis Sirup pro kg1,10 bis 1,30 €
Preis Zucker pro kg0,90 bis 1,10 €
Volumen Adam-Fütterer3 bis 5 Liter
Typische Gabe pro Fütterung3 bis 5 Liter
Zuckerwasser-Mischung3:2 (3 kg Zucker auf 2 L Wasser)

Welche Winterfütterung für welchen Imker?

Je nach Betriebsgröße, Zeitbudget und Vorliebe sind unterschiedliche Futterarten sinnvoll.

Für Einsteiger

Fertige Kanister mit Invertzuckersirup ab 14 kg sind die einfachste Variante – sofort einsatzbereit.

Für sparsame Imker

Zuckerwasser 3:2 selbst gemischt spart 15-25% – erfordert aber Zeit und Gefäße zum Ansetzen.

Für größere Imkereien

1000 L IBC-Container mit Invertzuckersirup bietet Mengenrabatt und dauerhafte Verfügbarkeit.

Für Bio-Imker

Bio-zertifizierter Sirup oder Bio-Zucker (deutlicher Aufpreis ca. 30-50%) für zertifizierte Imkereien.

Für Notfälle

Apikand-Vorrat für spätere Notfütterung nach der Hauptfütterung – mind. 2-3 kg pro Volk einplanen.

Häufige Fragen zur Winterfütterung

Rund um die Winterfütterung tauchen immer wieder dieselben Fragen auf: wie viel zu füttern ist, wann der richtige Zeitpunkt ist und welche Futterart am besten geeignet ist.

Wie viel Winterfutter braucht ein Volk?

15-20 kg in Standardbeuten (DN, Dadant), 5-8 kg in Mini Plus. Regional 10-20% Abweichung – kalte Gebiete mehr.

Wann soll ich mit der Fütterung beginnen?

Nach der letzten Honigernte, meist Ende Juli bis Mitte August. Vollständig bis Mitte September, spätestens Anfang Oktober.

Sirup oder Zuckerwasser?

Sirup bequem aber teurer (1,10-1,30 €/kg). Zuckerwasser 0,90-1,10 €/kg, braucht aber Mischarbeit und Gefäße.

Wie oft und wie viel pro Fütterung?

3-5 Liter pro Gabe reichen. Bei Volksstärke und Temperatur 3-5 Gaben über 4-6 Wochen verteilt.

Was passiert bei zu wenig Futter?

Verhungern im Winter/Frühjahr. Reserve für Notfütterung einplanen – min. 2-3 kg Apikand pro Volk.

Kann ich Honig als Winterfutter nehmen?

Ja, aber teuer und Seuchen-Risiko (AFB). Vieles spricht für Zucker/Sirup als Winterfutter.

Wann ist die Fütterung zu spät?

Nach Anfang Oktober verarbeiten Bienen bei Kälte kaum noch Flüssigfutter. Dann nur noch Teig als Notfütterung.

Wie kontrolliere ich den Erfolg?

Beutengewicht wiegen: Ziel 18-22 kg netto Futter im November. Kofferwaage pro Seite hilft bei Schätzung.

Weiterführende Inhalte

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Bienenfutter

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Apikand

Fester Futterteig für Notfall.

Futterteig

Feste Futtervarianten.

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Reizfütterung nach dem Winter.

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Rundumkalender der Imkerei.